Vom Brillenträger zum Adlerauge

Hier erfahrt ihr alles über meine Erfahrungen mit Nachtlinsen (Ortho-K Linsen) und meiner Laser OP in Istanbul am 30.03.2004

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Stand: Oktober 2015





























Meine Erfahrungen mit Ortho-K Linsen

 

Bevor ich über meine Erfahrungen mit den sensationellen Ortho-K Linsen berichte, möchte ich ein paar Worte zu meinem vorherigen Leben mit Brille und Kontaktlinsen verlieren:

Mein Leidensweg mit Brille und weichen Linsen:

Seit ca. 14 Jahren bin ich auf Sehhilfen in Form von Kontaktlinsen, bzw. Brille angewiesen. Anfänglich trug ich nur zum Auto fahren eine Brille, später wurde meine Sicht aber etwas schlechter, so dass ich mir immer wieder anhören musste, warum ich denn nicht grüßen würde, was einzig daran lag, dass ich Personen auf einer Entfernung von ca. 1 Meter nicht mehr scharf erkennen konnte.

Jetzt muss ich ja eingestehen, dass ich eitel bin und eine Brille meinen Kopf irgendwie dämlich erscheinen lässt (das gilt aber nicht für Sonnenbrillen J ). Also stieg ich auf Kontaktlinsen um. Irgendwie unglaublich, dass ich den Schritt damals gewagt habe, war ich doch, was meine Augen angeht, eine absolute Mimose. Egal, wer schön sein will muss leiden. Also suchte ich mehre Optiker auf, bis einer es schaffte, mir weiche Kontaktlinsen in die Augen zu setzen. Andere Optiker verzweifelten am Widerstand meiner Augenlider. J

So richtig konnte ich mich aber nie an Kontaktlinsen gewöhnen. Ich muss zugeben, auf Grund meiner Eitelkeit habe ich diese Dinger trotzdem bis vor kurzer Zeit getragen. Die Folge waren ständig gerötete Augen, schwankendes Sehen, Kopfschmerzen und sehr trockene Augen. Zwischendurch versuchte ich auch harte Kontaktlinsen, gab den Versuch aber nach drei Leidenstagen wieder auf. Immer wieder hörte ich von verschiedenen Optikern: „Wir bekommen das Problem hin. Wir haben genau die richtigen Linsen für sie. Einen Dreck hatten die. Nichts hat gewirkt. Die Probleme blieben immer die gleichen.

Linderung und eine wirklich sensationelle Alternative zu Kontaktlinsen sollte sich aber nun bald ergeben…..

 

Nachtlinsen (Ortho-K Linsen):

Anfang November sah ich dann im Fernsehen einen Bericht über Nachtlinsen, sog. Ortho-K Linsen. Hörte sich gut an. Aber wer bot diese Linsen an? Eine Internetrecherche brachte mich auf die Website der Optithek in Essen. Ich rief unverbindlich an und hatte eine unglaublich nette Frau am Telefon. Sie erklärte mir das Prinzip der Linsen direkt am Telefon und bot mir gleich einen völlig unverbindlichen Termin an, so dass überhaupt geprüft werden konnte, ob ich geeigneter Träger der Nachtlinsen bin.

Also fuhr ich am nächsten Tag die 20 km ins benachbarte Essen. Übrigens hatte ich vorher diverse Optiker in Oberhausen und meinen Augenarzt befragt.

N I E M A L S ! ! !

bekam ich immer zu hören. Oh Gott, Linsen die ganze Nacht im Auge, kein Sauerstoff und Langzeitwirkungen….. bla, bla bla !!! Immer das Gleiche. Neuen Methoden gegenüber unaufgeschlossen und von vorne herein ablehnend.

Bei der Optithek in Essen wurde ich dann eingehend untersucht. Meine Augen waren geeignet. Die Optikerin, Frau Langen, erklärte mir das komplette Verfahren, gab mir auf alle Fragen plausible Antworten und konnte bei mir jegliche Bedenken in Luft auflösen. Sie hatte immer Zeit und nahm sich diese auch, um mir den Umstieg so einfach und angstfrei wie möglich zu gestalten.

Meine Hornhaut wurde gründlich untersucht. Die Werte genau eingelesen und nach zwei Wochen bekam ich meine ersten Ortho-K Linsen. Erst für nur wenige Minuten. Daraufhin kontrollierte sie meine Hornhaut. Dann durfte ich die Linsen mit nach Hause nehmen und sie über Nacht tragen. Am nächsten morgen sollte ich dann mit Linsen zur Kontrolle kommen.

Zu Hause angekommen war es dann soweit. Gegen 22 Uhr setzte ich mir die Linsen ein und ab ins Bett.

Man muss wissen, dass es sich bei Ortho-K Linsen um harte Kontaktlinsen handelt. Durch das Tragen der Linsen über Nacht wird die Hornhaut im Prinzip in eine Form gebracht, die stabiles Sehen ermöglicht, auch wenn die Linsen über Tag nicht getragen werden. Harte Linsen sind extrem gewöhnungsbedürftig. Mir kam natürlich entgegen, dass ich mal drei Tage lang harte Linsen ausprobiert hatte.

Nachdem ich die Linsen nun im Auge hatte, wollte ich eigentlich nur schlafen denn mit diesen Linsen fühlt es sich in der ersten Zeit nicht wirklich angenehm an. Ich schlief jedoch relativ schnell ein und bemerkte die Linsen im Schlaf überhaupt nicht.

Am nächsten morgen begab ich mich dann zur Optithek. Frau Langen war bereits vor der Öffnungszeit im Geschäft, damit ich nicht zu lange mit den Linsen im Auge warten musste.

Dort wurden mir die Linsen raus genommen und ich traute meinen Augen nicht. Ich konnte scharf sehen, ohne Brille oder Kontaktlinsen. Unglaublich. Eine neue Freiheit hatte begonnen.

Klar….. im Laufe des Tages bemerkte ich, wie meine Sehkraft recht zügig wieder nachließ. Nach ca. 14 Tagen jedoch konnte ich mein gutes Sehvermögen bereits knapp 24 Stunden halten. Es ist einfach unglaublich. Nachts habe ich ca. 8 Stunden die Ortho-K Linsen im Schlaf getragen und tagsüber konnte ich ohne Probleme klar sehen. Das ganze wurde immer von regelmäßigen Kontrollen durch Frau Langen begleitet.

130 % Sehkraft wurden bei mir bisweilen erreicht. Dazu muss ich sagen, dass sich zu dieser Zeit folgende Optische Werte hatte: Ca -2,5 dpt auf dem rechten Auge und -1,75 dpt auf dem linken Auge, jedoch mit Hornhautverkrümmung. Wer diese Werte hat weiß, wie schlecht man sieht. Dies war für mich vorbei. Ich konnte sehen, den ganzen Tag und sogar auch in der Nacht.

OK, das Sehen in der Nacht ist qualitativ nicht so gut wie am Tage aber es reicht immer noch ganz klar aus, um Auto fahren zu können und sich ohne Sehhilfe durchs Leben zu bewegen.

Ich selbst kam wunderbar mit den Ortho-K Linsen aus und kann es jedem empfehlen, der nicht mehr auf Brille oder Kontaktlinsen während des Tages angewiesen sein will.

Anfang Dezember 2003 flog ich in den Urlaub in die Karibik. Mein erster richtiger Urlaub ohne lästige Sehhilfe. Es war ein Traum. Strand, Wasser, tauchen, Sand…. keinerlei Probleme…. keine roten Augen, kein Brennen und ich konnte alles scharf sehen.

Jetzt fragt ihr euch sicher: Wo sind die Nachteile?????

OK, ein paar Nachteile gibt es. Ein Nachteil hat letztendlich dazu geführt, dass ich mich doch entschied, meine Augen lasern zu lassen. Der Bericht zur Laser OP folgt weiter unten.

Also. Nachteilig sind die entstehenden Kosten. Ca. 250 € für die ersten Linsen inkl. Anpassung und Untersuchungen. Dann kommen leider monatlich ca. 60 € hinzu. Man kann es als Art Leasing sehen. Die neuen Linsen, die jährlich getauscht werden, Pflegemittel und ständige Kontrollen sind in diesen 60 € jedoch inbegriffen. Aber ein Leben lang monatlich 60 € ist schon ne Menge Geld. Wer aber das Geld hat und die Risiken einer Laserbehandlung scheut, dem kann ich dieses Verfahren nur ganz dringend empfehlen.

Leider kann nicht jeder Fehlsichtige auch Ortho-K Linsen tragen. Dies ist an gewisse Grenzen der Fehlsichtigkeit gebunden. Fragt nach beim Optiker für Ortho-K Linsen. Eine gründliche Voruntersuchung ist eh notwendig.

Ein kleiner Nachteil ist natürlich die zeitaufwändige Pflege. Außerdem bekommt man morgens die Linsen nicht immer sofort aus den Augen. Ich selbst habe immer nach dem Aufwachen erst nach einer Stunde die Linsen aus den Augen geholt. Das war OK und ging recht einfach. Danach kam eben die ewige Prozedur des Linsenreinigens und dauerte bei mir immer so ca. 5 Minuten. Hat aber irgendwie genervt. Ist schon spaßig, wie schnell man immer anspruchsvoller wird.

Für alle, die sich mal mit den Ortho-K Linsen anfreunden wollen, kann ich die Optithek in Essen nur empfehlen. Modern, sehr kundenorientiert, immer freundlich und sehr kompetent. Frau Langen und Frau Unthan sind hier ein unschlagbares Team. Hier können sich ganz viele Dienstleister in Deutschland mal eine Scheibe abschneiden. Besser ist nicht möglich. Auch die Rückabwicklung, als ich mich fürs Lasern entschieden habe, verlief einwandfrei. Frau Langen war stets freundlich und immer hilfsbereit. Außerdem steht sie allen Neuerungen immer offen gegenüber.

Also nochmals. Wer interessiert ist, sollte sich mal unter

www.optithek.de

umschauen.

Von hier aus nochmals ein recht herzliches Dankeschön an das Team der Optithek. Letztendlich hat mich deren Aufgeschlossenheit auch dazu ermutigt, den finalen Schritt zu wagen….. die

Laseroperation !!!!!

 

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Meine Erfahrungen mit der LaserOP in Istanbul

 


Achtung !!!! (Neueintrag vom 20.08.2013)

Über 9 Jahre nach meiner LaserOP kann ich nun sicher auch über Langzeiterfahrungen sprechen. Also auch heute noch bin ich absolut problemfrei mit den Augen. Ich werde nun 43 Jahre und noch immer brauche ich keinerlei Sehhilfe. Die Sehstärke hat sich noch immer nicht verändert. Auch die im Alter einsetzende Altersweitsichtigkeit ist noch nicht eingetreten. Im Gegenteil. Ich habe mich im letzten Jahr mal an den Augen komplett untersuchen lassen im Uniklinikum Essen. Dort hat man allerbeste Augenwerte festgestellt. Von einer LaserOP konnte man nichts erkennen. Keinerlei Narbenbildung oder andere Hinweise, die darauf hindeuteten. Der Doc sagte mir sogar, dass das Auge den Zustand eines 30jährigen habe. Ich arbeite seit vielen Jahren sehr viel am PC. Auch die Bildschirmarbeit hat sich bislang nicht negativ auf die Augen ausgewirkt.

Noch immer kann ich ganz klar sagen, dass die LaserOP an meinen Augen die beste Entscheidung meines Lebens war. Über 10 Jahre enormen Zugewinn an Lebensqualität, keine brennenden Augen durch Kontaktlinsen, keine Brille mit Fettabdrücken oder Beschlagen, keine Kosten für Brillen, Linsen, Pflegemittel.... einfach wunderbar. Ich würde es immer wieder machen lassen.


Achtung !!!!! (Neueintrag vom 04.04.2005)

Soweit ich gehört habe, operiert Frau Dr. Celikkol nicht mehr für Eye-Star. Meine Erfahrungen basieren aber auf Frau Dr. Celikkol. Daher ist mein Bericht nicht mehr aktuell. Soweit mir bekannt ist, operiert bei Eye-Star nun der Arzt, der vorher die Vertretung gemacht hat.

Zwei Freunde von mir waren nämlich kürzlich in Istanbul und erfuhren vor Ort erst, dass Frau Celikkol nicht mehr für Eye-Star tätig ist. Sie ließen sich aber trotzdem in der Eye-Star Klinik operieren.

Trotzdem soll mein Bericht Mut machen, den Schritt für eine OP im Ausland zu wagen. Allerdings: Erkundigt euch und recherchiert gut. Dann geht sicherlich auch nichts schief.

 

 

Meine Laser-OP in Istanbul

Irgendwann im Dezember 2003 zeigte mir meine Freundin Jennifer (Jen) einen Bericht in einer Frauenzeitung über Laseroperationen. Dort wurde angepriesen, dass ausgesuchte Kliniken in Istanbul nur etwa zwei drittel des Preises in Deutschland kosten, jedoch vom Standart genauso gut bzw. besser sein sollen als manch andere Klinik in Deutschland.

Na ja, so richtig hatte ich mich mit dem Gedanken noch nicht vertraut gemacht, schließlich war ich mit meinen Ortho-K Linsen durchaus glücklich und zufrieden. Im Hinterkopf sollte dieser Bericht aber weiterhin schlummern.

Ich hatte mich übrigens in Deutschland mal erkundigt, was eine Laser OP hier kosten würde. Bei Euro-Eyes in Oberhausen (siehe auch www.euroeyes.de) erkundigte ich mich mal nach den Preisen und Konditionen. Außerdem konnte ich mit einem Arbeitskollegen sprechen, der sich dort lasern lassen hat und absolut zufrieden war. Die Kosten dort: 4000 € für beide Augen und 5000 € für beide Augen, wenn mit dem Aberrometer gelasert wird. Die Kosten unterscheiden sich übrigens in ganz Deutschland nicht wirklich.

Anfang 2004 hörte ich dann auch noch von einem Nachbarn eines Freundes, der sich in der Türkei lasern lassen hat. Sofort kam mir der Bericht aus der Frauenzeitschrift meiner Freundin wieder in Erinnerung und ich wurde neugierig.

Über Google gab ich im Internet mal „Auge, Laser, Istanbul“ ein und kam schnell auf eine deutschsprachige Seite. Hierbei handelte es sich um die deutschsprachige Website von Eyestar

http://www.lasikinistanbul.com/deu/

 

Es sollte sich herausstellen, dass sich mein Leben von nun an verändern sollte. Ich durchstöberte diese Website und fand erst mal, dass sich alles zu schön anhörte, um wahr zu sein. Also durchsuchte ich das Internet weiter, las mir hunderte von Erfahrungsberichten in verschiedenen Foren durch und konnte einfach keinen Haken finden. Es klang alles so schön:

Lasik-OP in Istanbul für 1060 € oder 1760 €, wenn mit Aberrometer gelasert wird. Alle Transfers, Nachbehandlungen, Garantie, Hotelbuchung sowie Medikamente inklusive. War das wirklich möglich? Sollte ich für unter 2000 € mein Augenlicht in voller Sehschärfe geschenkt bekommen? Unvorstellbar oder? Wir Deutschen sind ja eh immer misstrauisch. Und wenn schon was außerhalb unserer Landesgrenzen gemacht wird… das kann doch nichts sein oder???? Das waren auf jeden Fall meine ersten Gedanken.

Aber mal vorneweg gesagt. Quatsch. Wer gerne das Doppelte bezahlen möchte, bitte schön. Ich habe mich vom Gegenteil überzeugen können. Alles weitere folgt gleich.

Ich möchte eines hier herausstellen. Ich möchte hier keine Werbung machen. Ich habe nichts davon, wenn sich jemand in Istanbul lasern lässt. Ich möchte mit meinem Beicht einfach nur das aufschreiben, was ich empfunden habe, was meine Entscheidung beeinflusst hat. Allerdings halte ich es eben für sehr hilfreich, so viele Erfahrungsberichte wie möglich zu lesen, um sich eine Meinung bilden zu können. Eine tolle Website zu erstellen und dort zu werben ist einfach und kann nur Schein sein. Hunderte von Erfahrungsberichte in diversen Foren oder von privaten Websites können nicht alle gefaked sein. Mir haben solche Berichte auf jeden Fall sehr bei meiner Entscheidungsfindung geholfen. Daher schreibe ich diesen Bericht hier auch sehr ausführlich, weil auch gerade bei mir nicht alles gelaufen ist, wie es eigentlich geplant war. Aber gerade deswegen lest einfach mal in Ruhe weiter:

Also, nachdem ich mich so langsam an den Gedanken gewöhnt hatte, mich eventuell bei Eye-Star lasern zu lassen, sendete ich denen eine Email mit einer Anfrage. Zu meiner Überraschung erhielt ich bereits am selben Tag eine Antwort per Email. Diese wurde mir von Herrn Osman Uslu in einem einwandfreien Deutsch übermittelt. Mir wurde mitgeteilt, dass ich nur einen Flug buchen und angeben solle, wie viele Übernachtungen ich buchen wolle. Um mich abzusichern rief ich nun die angegebene Telefonnummer in der Türkei an. Email ist ja gut und schön aber Kontrolle ist besser. Dort konnte ich mit Herrn Uslu sprechen. Er bestätigte mir freundlich nochmals seine Email.

Also ging ich erneut ins Internet. Nun stöberte ich die Seiten der Billigflieger durch. Ich wollte in ca. 8 bis 10 Wochen das Unternehmen „Besseres-Sehen“ abgeschlossen haben. Letztendlich buchte ich am 03.02.2004 bei German-Wings einen Flug unter www.germanwings.de. Flug Nummer 4 U 0908 und 4 U 0909 waren dann schnell gebucht für 178 € pro Person hin und zurück. Insgesamt zahlten Jen und ich also nur 365 € komplett zusammen. War doch cool oder? Na ja, von den sagenumwobenen 19 € Flügen war nicht viel zu sehen, aber 178 € hin und zurück pro Person sind auch noch ein guter Kurs, vor allem so kurzfristig, da der Hinflug bereits am 25.03.2004 und der Rückflug am 01.04.2004 erfolgen sollte.

Ich schrieb Herrn Uslu eine Email mit meinen Flugdaten. Gleichzeitig gab ich ihm an, dass ich vier Übernachtungen für insgesamt zwei Personen benötige.

Nur ca. 1 Stunde später erhielt ich eine Bestätigungsemail von Herrn Uslu. Er bestätigte mir, dass er ein Doppelzimmer im 4* Mim Hotel in Istanbul für vier Nächte für 60 € pro Nacht (Gesamtpreis für 2 Personen pro Nacht) inklusive Frühstück gebucht hatte. Des Weiteren waren in seiner Email genaue Anweisungen vorhanden, wie man sich vor der OP zu verhalten hatte und es war nochmals genau beschrieben, wie die OP verlaufen würde.

Gleichzeitig bot er zwei Telefonnummern an, zu denen 24 Stunden jemand für Fragen erreichbar sei.

So langsam stellte sich bei mir ein flaues Gefühl im Magen ein. Ich hab’s getan…. ich habe gebucht. Durch Eye-Star war mir genaustens bekannt, was mich erwarten würde. Jetzt ging die Zeit des Wartens los. Knappe acht Wochen sollte ich nun auf mein Augenlicht warten.

Also, Ortho-K Linsen absetzen, damit sich die Hornhaut wieder in den Ursprungszustand zurück formt. Nach ein paar Tagen war dies der Fall und ich half mir über die nächsten Wochen mit Tagesweichlinsen aus. 2 Wochen vor der OP stieg ich dann komplett auf Brille um. Gruselig: Beschlagene Gläser, Tropfen bei Regen, Druckschmerz auf der Nase und ein eingeschränktes Sehfeld. Ne, ich wurde mir immer sicherer, was meine OP anging:

N i e     m e h r    B r i l l e.

In den nächsten Wochen verbrachte ich jede Minute vorm PC. Erfahrungsberichte im Internet finden. Man muss doch auch mal was negatives über Eye-Star und Frau Dr. Celikkol finden? Aber in der Hauptsache war nur gutes zu hören. Vereinzelt höre ich dann mal Berichte, dass Frau Celikkol sich permanent gegen Aberrometer Behandlung wehren würde und dass man nach der OP, wenn man wieder in Deutschland sei, keine Hilfe mehr erwarten könne. Dazu später mehr. Auch das kann ich nicht bestätigen. Komischerweise fanden sich diese negativen Äußerungen immer nur in einem Forum wieder, im Lasik Forum von Euro-Eyes. Ansonsten hörte ich nur gutes über Frau Celikkol, über Eye-Star und deren Team. Ich möchte das jetzt hier nicht alles aufzählen. Schaut euch deren Website an. Alles, was dort aufgeführt ist, habe ich dort auch so empfunden und erlebt. Es ist nichts gefaked.

Der Termin kam näher. Hier in Deutschland hörte ich immer wieder Sätze wie: „Oh Gott, warum Türkei“ und „Na dann gute Nacht“…. usw. Blankes Entsetzen in den Gesichtern derer, denen ich erzählt hatte, dass ich mich in Istanbul lasern lassen würde. Immer wieder tauchte die Frage auf: „Das kann doch nicht gut gehen, die haben doch nicht den modernen Gerätestandart, den wir hier in Deutschland haben“.

Übrigens hab ich mich in Deutschland einer Voruntersuchung bei Euro-Eyes unterziehen lassen. Man sagte mir nach der Untersuchung, dass ich geeignet sei für eine Laser OP. Man riet mir aber zur Behandlung mit Aberrometer. Diese Behandlung sei nicht notwendig, wegen meines Jobs als Polizeibeamter und da ich nachts etwas schlechter sehen konnte als tagsüber, wurde mir diese Methode jedoch empfohlen. Wie erwähnt, wären mir hier in Deutschland Kosten in Höhe von 5000 € entstanden.

So langsam wurden meine Hände schwitzig. Kurz vor dem Flug hörte ich immer so Sprüche wie: „Man sieht sich oder eben nicht“.

Nun geht es tatsächlich los. Der Flug nach Istanbul:

Am Sonntagmorgen, 28.03.2004 veranstaltete ich nochmals einen Brunch im Extrablatt mit all meinen Freunden und Verwandten. Sicher ist sicher, wollte alle noch mal sehen. Dann ging es am Abend zum Fughafen Köln/ Bonn.

Pünktlich um 22:45 hob unsere Maschine, ein Airbus der German Wings ab. Ruhiger Flug und punktgenaue Landung im Platzregen von Istanbul gegen 02:40 Uhr in der Frühe.

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Die Ankunft:

Der Flughafen Istanbul Sabiha liegt im asiatischen Teil von Istanbul und ist topmodern aber sehr klein. Als wir in der Flughafenhalle ankamen war unser Gepäck schon da. Draußen wurden wir direkt von Savas Erkan empfangen. Er hielt ein Schild mit den Worten „Eye-Star“ hoch. Bei ihm standen noch zwei weitere Personen, die ebenfalls mit unserer Maschine gekommen waren. Sabine und ihr Ehemann Joachim. Sabine war ebenfalls kurzsichtig und wollte sich bei Eye-Star lasern lassen. Wir waren nicht mehr die einzigen Personen, die sich der LaserOP unterziehen lassen wollten. Puh – Erleichterung.

Savas empfing uns und über total leere Straßen ging es zum Mim Hotel. Dort erwartete man uns bereits, wir checkten ein und sofort ab ins Bett. Wir waren einfach todmüde.

 

Das Hotel und die direkte Umgebung:

Das Mim Hotel ist übrigens ein sehr sauberes Hotel. Die Zimmer sind komplett mit Teppichboden ausgelegt. Im Zimmer befindet sich eine Minibar/ Kühlschrank, die gut gefüllt (aber für türkische Verhältnisse überteuert) ist. Der Zimmerservice funktioniert einwandfrei und auch das Frühstücksbuffet ist sehr schmackhaft und OK. Die Auswahl ist nicht so umwerfend aber es reicht vollkommen aus, um gut über den Vormittag zu kommen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist in diesem Hotel wirklich hervorragend.

Ein kleiner Tipp vorneweg. Nur 200 Meter vom Hotel entfernt befindet sich eine Tankstelle, da bekommt man zum Beispiel einen 5 Liter Wasserkanister für unter 2 Mio türkische Lire (TL). Zum Vergleich: Eine 1,5 Liter Wasserflasche aus der Hotelminibar kostet ca. 3,5 Mio türkische Lire. Für 1 € gibt es übrigens ca. 1,6 Mio TL.

Übrigens befindet sich in unmittelbarer Hotelnähe ein riesiger Supermarkt, modern und extrem günstig. Mit deutschen Preisen absolut nicht vergleichbar. Einfach sensationell. Da bekommt man auch einfach alles. Einheimische aber auch deutsche Produkte und das Beste daran: Dort wurde nicht versucht, uns übers Ohr zu hauen !!!!

 

Sightseeing in Istanbul, der 1. Tag:

Ausgeschlafen begaben wir uns morgens nach dem Frühstück auf Entdeckungsreise durch Istanbul.

Hierzu kann ich nur eines sagen. Aufgepasst. Ich bin schon viel gereist aber was ich an Nepp und Betrugsversuchen in Istanbul erlebt habe, hat alles bislang getoppt, was ich bisher gesehen habe. Bereits nach 5 Minuten Aufenthalt in der Altstadt, hatte man mich um 15 € erleichtert. Taxen, Apotheken, Straßenhändler… überall versucht man, die Touristen übers Ohr zu hauen.

Trotz alledem. Istanbul ist eine unglaubliche, phantastische Stadt, die man einfach mal gesehen haben sollte. Mein Tipp allerdings für Frauen: Reist nicht alleine. Nehmt euch männliche Begleitung aus Deutschland mit. Das ist wirklich ein ernst gemeinter Rat.

Trotz dieser negativen Begleitumstände schauten wir uns am Montag die „Blaue Moschee“, „Hagia Sofia“, die „Zisterne“, den „Topkapi-Palast“, eine Straße mit phantastischen Holzhäusern, den Hafen, den Bosporus, das Goldene Horn und den „Galataturm“ an. Beeindruckend diese Stadt. Eine Weltstadt mit orientalischem Flair. Einfach phantastisch.

Wie gesagt, allerdings kann ich euch nur den Tipp geben: Ignoriert einfach alle Leute, die euch ansprechen. Allerdings dabei immer höflich und freundlich bleiben. Letztendlich wollen alle, die uns angesprochen haben nur eines: betrügen oder in irgendein Geschäft schleppen, um uns einen Teppich anzudrehen. Es tut mir Leid, dass ich das so deutlich sagen muss aber es war eben so. Egal. In erster Linie war ich wegen meiner Laser OP in Istanbul.

Als wir dann gegen Abend zurück im Hotel waren, völlig KO vom Sight-Seeing, telefonierten wir noch kurz mit Savas. Er sagte uns, dass er uns Dienstag zur Voruntersuchung vom Hotel gegen 09:00 Uhr abholen würde.

Ich musste mich wundern, dass ich noch immer recht ruhig blieb. Zwischendurch stellte sich zwar mal ein kurzes flaues Gefühl im Magen ein aber das ging auch schnell vorüber.

 

Es geht los Voruntersuchungen:

Dienstag morgen beim Frühstück konnte man dann sofort erkennen, wer alles zum Lasern im Hotel wohnte. Alle deutschsprachigen Leute mit Brille. Gleichzeitig konnte man die erkennen, die wohl schon gelasert worden waren: alle deutschsprachigen Leute ohne Brille oder mit Sonnenbrille. Von den bereits gelaserten Leuten hörte man durchweg positives. Das beruhigte enorm. Alle konnten bereits am Folgetag einwandfrei ohne Sehhilfen sehen.

Beim Frühstück lernten wir dann auch Artur aus Gelsenkirchen, Fabian aus der Nähe von Stuttgart und Sabine aus dem Raum Köln kennen. Wir sollten alle heute gelasert werden und warteten bereits auf die Voruntersuchung. Wie wir von Savas erfuhren, sollten am heutigen Dienstag insgesamt sechs Personen gelasert werden. Kurz vor neun kam Savas ins Hotel. Er setzte sich noch zu uns und wir unterhielten uns ein paar Minuten. Dann ging er mit uns ins die Privatklinik „Istanbul Surgery Hospital“, die sich direkt neben dem Hotel befindet. Dort wurden die ersten Augenuntersuchungen durchgeführt. Diese Klinik wirkte auf mich sehr modern und sauber eingerichtet.

Nachdem wir dort kurz untersucht worden waren, ging es mit einem modernen Van in die Praxis von Frau Dr. Celikkol. Die Praxis liegt im asiatischen Teil von Istanbul in Kadiköy. Die Fahrt dorthin ist sehenswert. Geht es doch über eine der beiden riesigen Bosporusbrücken, die einen unglaublichen Blick ermöglichen.

 

Die Praxis von Frau Dr. Celikkol:

Nun waren wir in der Klinik von Frau Dr. Celikkol angekommen. Wir mussten dort Schutzhüllen über unsere Schuhe ziehen und wurden dann in den Aufenthaltsraum gebracht. Sehr angenehm und hell mit gemütlichen Möbeln eingerichtet. Es gab was zu trinken und wir bekamen nochmals Infomaterial zu lesen. Hier stand genau beschrieben, wie eine Lasik durchgeführt wird, wie man sich vor, während und nach der Lasik verhalten muss und wie der Heilungsprozess verläuft. Dazu gab es einen Zettel mit allen möglichen Komplikationsmöglichkeiten. Wow, der Zettel liest sich gruselig und endet mit den Worten: „Mir ist auch bekannt, dass Komplikationen auftreten können, die vorher noch nicht bekannt sind. Ich schließe jegliche Haftung von Seiten der Klinik auch hierfür aus“

Kopf hoch. Dort steht nichts anderes, als das was ihr auch in Deutschland unterzeichnet, wenn ihr euch hier operieren lasst. Also, einmal runterschlucken und unterschreiben. Ich habe bislang von keinem gehört, bei dem etwas daneben gegangen ist. Warum auch, wie soll so jemand auch einen Bericht ins Forum setzen. J.

Von uns allen wurden Fotos gemacht (mit Brille). Die wurden sofort in unseren Patientenbogen eingescannt. So waren wir auch immer gleich erkennbar.

Nun ging die eigentliche Voruntersuchung los. Nacheinander ging es ins Sprechzimmer von Frau Dr. Celikkol. Mittlerweile hatten wir uns alle schon etwas angefreundet. Es wurden gemeinsame Fotos gemacht und man lernte sich etwas kennen. Wir vereinbarten auch, nach der Voruntersuchung alle gemeinsam zusammen in Istanbul shoppen zu gehen, um die Zeit bis zur OP am Abend zu überbrücken.

Als erstes wurde Fabian voruntersucht. Fabian hatte von uns allen die schlechtesten Augenwerte. Dann kam ich dran. Es folgten Artur und zuletzt Sabine.

Bei der ersten Voruntersuchung stellte Frau Celikkol die Fehlsichtigkeit fest, das Verhalten der Augen bei Dunkelheit, die Hornhautverkrümmung, das subjektive Sehvermögen, usw. Dann wurden die Pupillen mit Tropfen geweitet und betäubt. Die Pupillenpröße und Hornhautdicke wurden auch gemessen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt was vergessen habe aber ich hatte den Eindruck, dass die Voruntersuchung sehr gründlich durchgeführt wurde. Frau Dr. Celikkol spricht übrigens sehr gut deutsch. Sie spricht sehr ruhig und das wirkt beruhigend. Sie ist sehr zuvorkommend und immer freundlich. Jede Frage beantwortet sie mit einem Lächeln und lässt eigentlich zu keiner Zeit Nervosität aufkommen.

Nachdem sie die Untersuchung ausgewertet hatte, sprach sie mit jedem einzelnen Patienten die Ergebnisse durch. Mir legte sie auf Grund meines Jobs als Polizeibeamter und wegen meiner leichten Nachtsichtschwäche die Behandlung mit dem Aberrometer nahe, was für mich Mehrkosten von 700 € bedeuten würde. Ich konnte mich selbst entscheiden und entschied mich dann auch für diese Technik. Bei Fabian, der die größte Sehschwäche von uns hatte und mit Hornhautverkrümmung auf fast -11 dpt kam sagte sie, dass eventuell nachgelasert werden müsste, weil man nicht mit Sicherheit auf 0 kommen würde. Bei Artur stelle sie fest, dass die Pupillen wegen der Größe in den Grenzbereich fallen würden. Eine Behandlung mit dem Aberrometer sei sicherer, meinte aber, dass er auch ohne Aberrometer sehr wahrscheinlich auf 100 % kommen würde und empfahl ihm, ohne Aberrometer zu lasern. Sollten dann Nachtsichtprobleme auftauchen würde schließlich im Rahmen der Garantie kostenfrei nachgelasert.

Bei Sabine schlug Frau Dr. Celikkol vor, das eine Auge auf -0,5 dpt unterzukorrigieren, da sie wegen ihres Alters mit der Altersweitsichtigkeit zu rechnen habe. Daher würde das unterkorrigierte Auge die Aufgabe des Lesens übernehmen und eine Lesebrille vorerst überflüssig machen.

Somit stand es fest. Ich sollte eine Lasik mit Aberrometer bekommen. Die anderen drei Patienten sollten nach dem Lasik-Verfahren ohne Aberrometer gelasert werden.

Nach der Voruntersuchung mussten die Behandlungskosten bei mir in Höhe von 1760 € direkt bezahlt werden. Die anderen zahlten die vereinbarten 1060 €.

Schon hier war ich beeindruckt, dass Frau Dr. Celikkol wirklich auf jeden Patienten individuell eingegangen war. Keine Massenabfertigung, sondern kompetente Beratung. Jeder konnte entscheiden, ob er mit der um 700 € teueren Variante mit Aberrometer oder ohne gelasert werden sollte. Auch Sabine hatte es selbst in der Hand, ob sie sich auf einem Auge unterkorrigieren oder auch auf 0 bringen lassen wollte.

Frau Dr. Celikkol besitzt übrigens selbst keine eigenen Lasergeräte. Sie mietet sich die Gerätschaften immer nach Bedarf in verschiedenen Kliniken. So wurden die anderen drei Patienten im „Istanbul Surgery Hospital“ neben unserem Hotel behandelt, während ich im Mediopol Privatkrankenhaus im asiatischen Teil der Stadt gelasert werden sollte, da nur dort das Gerät war, das für die Aberrometer Behandlung erforderlich war.

 

Die Wartezeit bis zur OP:

Ich wurde von einem weiteren Mitarbeiter von Eye-Star zusammen mit Jen in das topmoderne Nautilus-Einkaufscenter gefahren. Dort wollte man uns dann gegen 16 Uhr wieder abholen, um uns ins dort benachbarte Mediopol Hospital zu bringen.

Wir schlenderten durch das wirklich wunderbare Einkaufscenter, aßen dort zu Mittag und gegen 16:00/ 16:30 Uhr rief uns Savas auf dem Handy an und teilte uns mit, dass er vor dem Haupteingang des Centers auf uns warten würde.

So langsam stieg nun mein Puls an. Es sollte nun ernst werden. Vor dem Einkaufscenter erwartete uns Savas. Zusammen mit Frau Dr. Celikkol und ihrer Sprechstundenhilfe ging es in das Privatkrankenhaus. 5 Minuten Fahrt vom Nautilus Center und wir waren da.

 

 

Im Krankenhaus angekommen, es wird ernst:

Ohne große Wartezeit wurde ich nochmals zum Orbscan gebeten. Hierbei wird die Hornhauticke abschließend gemessen. Des Weiteren wurde noch eine abschließende Untersuchung durchgeführt. Im Anschluss sollte ich noch einmal auf dem Flur Platz nehmen. Ich nahm nun die Beruhigungspille ein, die man mir vorher gegeben hatte. Jetzt merkte ich plötzlich, dass ich nervös wurde. Mein Herz fing immer heftiger an zu klopfen.

 

Mist keine Lasik möglich:

Nach ca. fünf Minuten ging die Tür auf. Savas kam zu mir und bat mich nochmals ins Sprechzimmer. Ich ging dort hinein und sah Frau Dr. Celikkol mit den Hornhautauswertungen am Tisch sitzen. Ich sollte mich setzen. Frau Dr. Celikkol erklärte mir, dass es ein Problem mit meiner Hornhaut gebe. Der Orbscan habe ergeben, dass meine Hornhaut in der Mitte dünner sei, als am Rande. Eine Lasik OP sei zu risikoreich. Schlagartig wurde mir schlecht.

A L L E S    A U S ? ? ? ?

dachte ich. In ruhigen Worten und jederzeit beruhigend erklärte Frau Dr. Celikkol mir, dass ich jedoch nach der Lasek Methode operiert werden könne. Hierbei seien die Risiken geringer. Nachteil sei jedoch, dass die Heilungsphase des Auges wesentlich länger dauern würde und dass diese Methode bei weitem nicht so schmerzfrei ablaufen würde, wie die Lasik Methode.

 

LASEK statt LASIK?

Ich war total geschockt. Ließ mir alles noch zweimal erklären. Mit aller Ruhe erklärten Frau Dr. Celikkol und Savas mir immer wieder die Vor- und Nachteile dieser nun für mich neuen Behandlungsmethode, habe ich mich doch eigentlich zu Hause nur auf die Lasikmethode spezialisiert. Ich wusste alles darüber aber LASEK kam bis dato für mich nicht in Frage.

Mir wurde nun in Aussicht gestellt, auf die Operation zu verzichten oder drüber zu schlafen oder eben doch die Lasek-Methode zu akzeptieren.

Nun ja, ich willigte ein. Jetzt sollte ich nochmals kurz auf dem Flur Platz nehmen. Als ich das Behandlungszimmer verließ, bemerkte Jen sofort, wie blass ich im Gesicht war. Ich erklärte ihr alles und ihre erste spontane Antwort lautete: Mein Gott, bist du mutig. Ich würde das nicht machen.

Ich bekam einen neuen Zettel, den ich unterschreiben musste. Erfreulicherweise waren dort als Nebenwirkungen viel weniger Punkte aufgeführt, als bei einer Lasik. Ich unterschrieb den Zettel.

Zur Verdeutlichung zum Unterschied zwischen Lasik und LASEK:

Bei Lasik wird mit einem Mikrokeratom die Hornhaut, wie mit einem Dosenöffner eingeschnitten. Dann wird sie aufgeklappt (Flap). Mit dem Laser wird dann die eigentlich Behandlung durchgeführt. Später die Hornhaut wieder runter geklappt.

Bei LASEK wird eine etwas dünnere Schicht der Hornhaut mit Alkohol für ein paar Sekunden aufgeweicht und zur Seite geschoben. Die Laserbehandlung ist die gleiche wie bei Lasik. Später wird die weiche Hornhautoberschicht zurück geschoben und es werden Schutzkontaktlinsen eingesetzt, die nach 3 bis 4 Tagen entnommen werden können. Hierbei handelt es sich um weiche Kontaktlinsen ohne Korrektur.

Nun war es für mich soweit. Savas kam heraus. Es sollte los gehen:

 

Meine LASEK-OP:

Ich wurde in den OP geführt. Dort bekam ich eine Plastikhaube und Schuhüberzüge verpasst. Savas machte ein Foto von mir. Dann durfte ich auf der OP-Liege Platz nehmen. Ich legte mich dorthin. Frau Dr. Celikkol, ihre Assistentin und noch ein paar andere Personen waren ebenfalls im OP. Außerdem war noch Savas im Raum, der mit meinem Fotoapparat ständig Fotos von mir machte und mich mit seinen lockeren Sprüchen aufheiterte. Er schaffte es sogar, dass ich immer wieder lachen musste, obwohl ich total fertig und verängstigt war.

Ich musste nun die Augen schließen. Meine Augen wurden desinfiziert. Sie wurden mit einem Pad abgerieben. Ich bekam nun in beide Augen Betäubungstropfen, das linke Auge wurde abgedeckt. Ich merkte schon, dass meine Sicht etwas verschwommen war. Mir wurde immer entweder von Savas oder von Frau Dr. Celikkol mitgeteilt, was gerade gemacht wurde. Immer in deutscher Sprache. Ich bekam nun eine Folie über das zu operierende rechte Auge. Ich glaube, dass diese Folie mit dem Auge verklebt wurde. Ich sollte mein Auge öffnen. Das tat ich. Da man gar nichts spürt, kann ich auch nicht genau sagen, was passiert ist. Aber die Folie bewirkte, dass ich mein Auge nicht mehr schließen konnte. Man merkt einfach nichts. Mein Auge wurde nun gespült. Ich sah nun durch mein geöffnetes Auge, dass irgendwie ein Ring in mein Auge gesetzt wurde, merkte aber nichts. Dann wurde eine Flüssigkeit in diesen Ring gefüllt. Frau Celikkol sagte mir, dass dies der Alkohol sei. Es dauerte ca. 1 Minute dann wurde das Auge erneut gespült. Wie gesagt, es wurde alles genau angesagt. Die Hornhaut wurde bei Seite geschoben. Ich konnte irgendwie erkennen, dass was an meinem Auge geschah. Meine Sicht wurde total unscharf.

Dann wurde ich unter den Laser geschoben. Frau Dr. Celikkol sagte mir, dass sie meinen Kopf bewegen würde. Sie platzierte meinen Kopf richtig. Ich sah in einen rotes Licht, bzw. einen roten Punkt. Savas teilte mir nun mit, dass nun gelasert würde.

Das Lasergeräusch war deutlich zu hören. Es ist so ein Geräusch wie bei einer Maschinenpistole nur etwas langsamer. Ich konnte riechen, dass etwas geschah. Es roch nach verbranntem Gewebe. Das wusste ich gottlob durch die Voruntersuchung, so dass ich mir keine Sorgen machte. Ich schaute einfach weiter in das rote Licht. Übrigens keine Sorge. Mann kann gar nicht wegschauen. Man schaut automatisch in das rote Licht. Meine Angst vorher war auch: „Was passiert, wenn ich versehentlich nicht in das Licht schaue?“ Es kann nichts passieren.

Savas sagte mir immer wieder an, wie viel Prozent gelasert worden waren: 15% - 25% - 50% - 75% - 90% - 100%.

Mein Auge wurde erneut gespült. Frau Dr. Celikkol sagte mir, dass die OP für das rechte Auge erfolgreich verlaufen sei. Die Hornhaut wurde zurück geschoben und genau platziert. Ich bemerkte, dass meine Sicht wieder etwas schärfer wurde. Dann wurde wieder gespült. Ich bekam die Schutzkontaktlinse eingesetzt und die Folie wurde aus dem Auge entfernt.

Zack, das war’s. Ich habe tatsächlich nichts gemerkt. Alles ging so schnell…. Vielleicht 5-7 Minuten.

Jetzt kam das linke Auge dran. Genau die gleiche Prozedur. Ich war gelassener, weil ich das Verfahren nun kannte. Nach maximal insgesamt 10-15 Minuten war alles vorbei. Ich war gelasert. Ich konnte noch sehen. Das war ein riesen Gefühl. Klar, alles war sehr verschwommen aber das wusste ich ja. Mir war nun auch klar, dass ich nicht am nächsten Morgen so toll sehen könnte, wie es nach einer Lasik der Fall gewesen wäre aber ich hatte es hinter mir und in den nächsten Wochen würde sich zeigen, was meine Sehkraft bringen würde.

Unmittelbar nach der OP fiel die Anspannung von mir ab. Ich merkte, wie ich am ganzen Körper zitterte, mir wurde kalt und ich bekam ganz weiche Beine. Ich wurde kurz in ein Behandlungszimmer gebracht. Dort konnte ich mich ein paar Minuten hinsetzen und von der OP erholen.

Nach ein paar Minuten kam Frau Dr. Celikkol zu mir. Sie untersuchte mich nochmals und stellte fest, dass alles OK sei.

Ich hatte es tatsächlich überstanden. Jetzt sollte die Zeit des erneuten Wartens beginnen. Wann würde ich endgültig scharf sehen. Ich war erst mal glücklich und fiel Jen erleichtert in die Arme. Sie war es, die mich nun die nächsten Tage pflegen und führen würde. J

 

Nach der OP

Nun sollte es zurück ins Hotel gehen. Savas, Jen und ich nahmen im Pkw Platz. Ich trug eine dunkle Sonnenbrille. Die soll mich nun 3 Monate bei Sonnenlicht ständig begleiten. Die Sonne schien noch. Schmerzen hatte ich keine aber ich sah alles sehr verschwommen.

Im Wagen warteten wir noch auf Frau Dr. Celikkol und ihre Arzthelferin. Nach ein paar Minuten kamen sie dann auch ins Fahrzeug, bewaffnet mit Chips, Cola, Muffins und andere Leckereien. Die Rückfahrt sollte über eine Stunde dauern, da die Bosporusbrücke zu dieser Zeit völlig dicht war. Es wurde auf der Rückfahrt geknabbert und getrunken. Es war irgendwie spaßig zu sehen, dass Frau Dr. Celikkol so natürlich war, obwohl sie in der Türkei und über die Landesgrenzen hinaus doch einen recht hohen Bekanntheitsgrad besitzt. Sie ist schließlich des Öfteren im TV zu sehen oder im Radio zu hören.

Nach über eine Stunde kamen wir am Hotel an. Savas, Jen und ich gingen in die Lobby. Dort warteten bereits Sabine, Artur und Fabian auf ihre OP, die ja in der benachbarten Klinik stattfinden sollte. Spaßig. Alle waren sooooooo nervös. Ich hatte es hinter mir. Auch meine Erfahrungen konnten sie nicht beruhigen. Dabei war die OP wirklich nicht schlimm.

Wir setzten uns alle zusammen und unterhielten uns. So langsam merkte ich aber, dass ich leichte Schmerzen bekam. Man hatte mir eigentlich stärkere Schmerzen diagnostiziert. Also verabschiedete ich mich nach einer halben Stunde auf mein Hotelzimmer, wünschte den anderen noch Glück und ab ins Bett.

Vorher ging die Tropferei noch los: Ich bekam drei Arten von Tropfen und dazu noch künstliche Tränenflüssigkeit.

Als erstes sollte ich für 1 Woche alle 4 Stunden ein Antibiotikum (Ciloxan) in die Augen tropfen, alle 6 Stunden sollte ein Schmerzmittel (Inflased) getropft werden. Des Weiteren sollte dann nach dem Herausnehmen der Schutzlinsen für 2 Monate alle vier Stunden das Cortisonspräparat (Flarex) getropft werden. Das Cortisonspräparat verhindert wohl ein zu schnelles Ausheilen der Hornhaut und beugt somit Narbenbildung vor. Die künstliche Tränenflüssigkeit sollte bei Bedarf oder eben so alle 2 Stunden genommen werden.

Nachdem ich nun meine Tropfen in den Augen hatte, klebte mir Jen die Augenpads für die Nacht auf und ich fiel relativ schnell in einen tiefen Schlaf. Eigentlich hatte ich auch nur leichtes Brennen in den Augen. Richtige Schmerzen waren das nicht.

 

Der 1. Tag nach der OP:

Als ich morgens aufwachte bekam ich erst mal einen Schrecken. Es war absolut dunkel. Ich sah nichts. Dann fiel mir ein, dass ich ja die Augenpads noch auf den Augen hatte. Also entfernte ich die Dinger langsam und stellte fest: Puh ich sehe schon etwas besser, als direkt nach der OP. Alles war zwar noch milchig und durch einen Schleier aber ich konnte schon einen kleinen Erfolg bemerken. Die Tropfenprozedur ging weiter. Ich duschte, durfte mir aber das Gesicht noch nicht waschen, das war erst nach der Nachuntersuchung möglich.

Ab zum Frühstück. Dort trafen wir Artur, Sabine und Fabian. Ich sah in völlig glückliche Augen und hörte nur Superlative. Keiner hatte Schmerzen, keiner hatte Probleme mit den Augen und alle hatten eine glasklare Sicht. Mich überkam irgendwie Traurigkeit. Hatte ich mich auch auf dieses Aha-Erlebnis gefreut. Da ich aber nach der LASEK Methode gelasert werden musste, blieb mir dieses Gefühl verschlossen. Ich konnte mich aber trotzdem ehrlich für die anderen freuen.

Nach dem Frühstück kam Savas ins Hotel, wie immer gut gelaunt. Wir gingen rüber in die benachbarte Klinik. Dort wurden wir von Frau Dr. Celikkol zur Nachuntersuchung erwartet. Sie untersuchte meine Augen und stellte fest, dass alles OK sei. Ich verabschiedete mich.

Nachdem die anderen drei ebenfalls ohne Probleme untersucht worden waren, stellte sich heraus, dass Artur mit 150 % Sehkraft unser Spitzenreiter war. Auch alle anderen kamen in den 100 % Bereich. Unmittelbar nach der Untersuchung wurden Artur und Fabian auch schon zum Flughafen gebracht, da deren Flug schon mittags ging.

Jen und ich fuhren über Mittag zusammen mit Sabine und Joachim mit dem Taxi in die Altstadt von Istanbul, schließlich ging unser Flug ja erst mitten in der Nacht. Dort schlenderten wir noch durch den Park des Topkapi Palastes, immer geschützt durch eine Sonnenbrille. Während Sabine alles scharf erkennen konnte, bekam ich immer nur für ein paar Sekunden eine scharfe Sicht, wenn ich mir Tropfen in die Augen gab.

Wie gesagt, man hatte mir sogar prophezeit, dass meine Sicht sich nach ein paar Tagen auch wieder verschlechtern könne. Abwarten, dachte ich. So genoss ich den ersten Tag nach der OP fast schmerzfrei.

Gegen Nachmittag ging es zurück zum Hotel, etwas ausruhen war angesagt und die Augen schonen.

Am späten Nachmittag kam dann der kleine Hunger. Ich rief Savas auf dem Handy an, weil er am Vortag etwas von einer phantastischen Hänchen-Döner-Bretterbude erzählt hatte. Savas erklärte mir am Telefon sofort den Weg dorthin:

Aus dem Hotel rechts raus, die 50 Meter bis zur Hauptstraße und dann nach rechts. Dort ca. 500 Meter auf dem rechten Gehweg laufen, bis dann plötzlich ein Bretterstand am Straßenrand steht. Zu erkennen, dass vor dem Bretterstand auch einige Taxen stehen.

Wow, ich muss gestehen, dass dies die besten Döner waren, die ich je gegessen habe. PS: Ich bekam keinen Durchfall *grins*. Obwohl die Bude sehr einfach gehalten war, wirkte es sauber und die Dinger waren richtig schmackhaft und extrem günstig. So ein riesen Teil kostete gerade mal 2 Mio TL (also so ca. 1.20 €). Das war übrigens auch der Preis, den mir Savas vorher nannte. Phantastisch. Nachdem ich mir als einziger 2 von den Dingern reingehauen habe, ging es zurück. Wir gingen noch in eine nahe liegende Apotheke. Hier konnte man noch sehr günstig für 9 Mio. TL Tränenflüssigkeit als Reserve nachkaufen. Übrigens gab es auch hier wieder denn netten Betrugsversuch, sollten die Tropfen plötzlich 12 Mio TL kosten.

Danach ging es wieder ins Hotel. Ausruhen und etwas Schlaf waren angesagt. Unser Rückflug ging um 03:55 Uhr, Savas wollte uns um 02:00 Uhr vom Hotel abholen.

Pünktlich um 2:00 Uhr war Savas auch da. Wir checkten kurz vorher aus. 255 € sollten wir für das Hotel zahlen. Nach meiner Rechnung kam ich zwar auf 245 € aber das war mir egal. Ich zahlte ohne zu reklamieren. Savas brachte uns über total leere Straßen in 30 Minuten zum Flughafen. Einchecken lief problemlos. Wir setzten uns noch zusammen mit Savas in ein Cafe und warteten dort ab, bis unser Flug aufgerufen wurde. Als unsere Maschine gelandet war, verabschiedete sich Savas, da er bereits neue Patienten abholen musste, die mit unserer Maschine gekommen waren.

Der Rückflug verlief problemlos und pünktlich um 06:00 Uhr hatten wir wieder deutschen Boden unter den Füßen.

 

Der 2. Tag nach der OP:

Ich war überrascht, dass ich schon recht gut sehen konnte. Schmerzen waren kaum noch zu spüren. Ein leichtes Fremdkörpergefühl, was ich aber immer hatte, wenn ich Kontaktlinsen trug. Unglaublich aber wahr: Ich konnte schon Auto fahren. Ich ging zu meiner Dienststelle und gab meinen Krankenschein ab, den ich in Istanbul erhalten hatte. Insgesamt 14 Tage. Am nächsten Tag sollte ich merken warum.

Abends war ich dann ziemlich KO und meine Augen schmerzten nun auch etwas stärker.

Also ging ich ins Bett. Ich nahm noch eine der Schmerztabletten, die ich bei Eye-Star bekommen hatte und stellte fest, dass sie dort Recht hatten, als sie sagten, dass sich Sehkraft und Schmerzen zwischenzeitlich auch noch verstärken konnten.

 

Der 3. Tag nach der OP, die Katastrophe:

Morgens bemerkte ich sofort, dass ich nicht mehr so gut sah, wie am Vortag. Allerdings waren die Schmerzen vom Vorabend weg. Ich hatte meinen Augen wohl zu viel zugemutet. Auto fahren war an diesem Tag nicht mehr möglich. Dafür sah ich zu schlecht. Also gingen wir den Tag ruhig an. Es war tatsächlich so gekommen, wie vorhergesagt. Die Sehstärke kann sich auch plötzlich verschlechtern.

Am späten Nachmittag gingen wir noch ins CentrO spazieren. Da mich die Kontaktlinsen nun schon sehr beeinträchtigten, rief ich bei Eye-Star an, um nachzufragen, ab wann ich die Linsen nun genau entfernen könnte. Savas versprach mir, mit Frau Dr. Celikkol zu reden und zurück zu rufen. Das tat er auch nach ca. 1 Stunde. Er sagte mir, dass ich die Linsen vorsichtig entfernen dürfte. Er erklärte mir nochmals, wie dies genau geschehen müsse.

Da ich mir nicht so sicher war, ging ich einfach zum nächsten Optiker. Ein Optiker, sollte sich doch damit auskennen, dachte ich.

Ich erklärte dort, dass ich nach einer Lasek nun die Schutzlinsen entfernen lassen wollte und eine ältere Mitarbeiterin erklärte sich bereit, mir die Linsen zu entfernen.

Nachdem sie beide Linsen entfernt hatte, bekam ich unglaublich Schmerzen. Meine Augen tränten unaufhörlich und ich konnte mich vor Schmerzen kaum auf den Beinen halten. Mir wurde schwindelig und meine Beine wurden weich. Gleichzeitig sah ich nun fast gar nichts mehr.

Es gab nur eins: Augenklinik. Sofort ließ ich mich in die Augenklinik nach Mülheim fahren. Dort wurden meine Augen zuerst betäubt. Das war ein Gefühl wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zugleich. Die Schmerzen waren sofort weg.

Bei der anschließenden Untersuchung stellte man dann fest, dass mir beim Rausnehmen der Linsen die Hornhaut in beiden Augen verletzt worden war. Na Danke schön. Max. 5 % hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch an Sehkraft. Ich bekam nun das Medikament Corneregel mit, was ein Heilgel für die Hornhaut ist. Dies sollte ich nun zusätzlich zu meinen Tropfen halbstündlich in den Bindehautsack geben. Die Cortisontropfen Flarex sollte ich vorerst noch nicht nehmen, da sie die Heilung der Hornhaut behindern würden. Am nächsten Tag sollte ich dann zur Nachkontrolle kommen.

Übrigens teilte mir die Ärztin bei der Untersuchung mit, dass die OP am Auge sauber und gut durchgeführt worden sei.

 

Der 4. Tag nach der OP:

Morgens ging es sofort wieder in die Augenklinik. Ich stellte aber subjektiv schon fest, dass ich wieder etwas besser sehen konnte. In der Klinik stellte man dann auch schon immerhin 10% Sehkraft fest. Schmerzen waren überhaupt nicht mehr vorhanden aber ich sah alles immer noch doppelt und durch einen Schleier.

Die Ärztin der Augenklinik versicherte mir, dass die Heilung aber gut vorangeschritten sei.

Ich war nun wieder etwas beruhigter.

 

Der 5. Tag nach der OP:

Es war Sonntag und nach einem ausgiebigen Frühstück ließ ich mich erneut zur Kontrolle in die Augenklinik nach Mülheim bringen. Die behandelnde Ärztin stellte nun fest, dass die Hornhautverletzungen bereits fast verschlossen seien. Ich sollte jedoch das Gel nun stündlich weiter anwenden. Auf Cortisonstropfen sollte ich noch verzichten und am nächsten Tag, also Montag zum Augenarzt zur Kontrolle gehen.

Meine Sehstärke war bereits wieder auf 50% angestiegen. Puh, Erleichterung ohne Ende.

 

Der 6. Tag nach der OP:

Ich wachte mal wieder schmerzfrei auf und war überrascht, wie gut ich sehen konnte. Es war wunderbar. Ich konnte schon deutlich besser sehen, als vor meiner OP ohne Brille. Außerdem waren der Schleier und das Doppeltsehen fast verschwunden. Einzig leichte Probleme gab es noch beim Zeitungslesen und am PC.

Natürlich war auch noch immer eine Lichtempfindlichkeit gegeben. Aber das war mir schon klar, schließlich sollte ich nach der OP ja auch 3 Monate draußen eine Sonnenbrille bei Sonneneinstrahlung tragen.

Ich rief bei Eye-Star an und fragte dort nach, wie ich mich nun weiter verhalten sollte, nachdem ich den Vorfall vom Freitag beschrieben hatte. Savas gab mich sofort an Frau Dr. Celikkol weiter. Sie riet mir, mit den Cortisonstropfen noch ca. 3 Tage zu warten und dann die Behandlung wie geplant fortzusetzen.

Im Anschluss begab ich mich noch zu meinem Augenarzt. Dort wurde festgestellt, dass alles wieder prima verheilt war. Nachkontrolle in zwei Wochen.

Übrigens konnte ich seit dem Tag wieder Auto fahren und zwar problemlos

 

Der 7. & 8. Tag nach der OP:

Die Heilung verlief immer besser. Meine Sicht wurde bislang von Tag zu Tag besser. Schmerzen oder Beschwerden gab es keine mehr. Ich war bei einem Optiker und habe am späten Nachmittag mal meine Augenwerte bestimmen lassen. Wohlgemerkt, nachdem ich 6 Stunden am PC gearbeitet hatte und später noch ca. 30 Minuten im Stau stand, hatte ich bereits 80 % auf beiden Augen. Das ist schon ein guter Wert. Zum Auto fahren benötigt man wohl um die 70 %, glaube ich.

 

2 Wochen nach der OP:

Subjektiv habe ich noch immer das Gefühl, dass meine Sehkraft so um die 80 % liegt. Es hat sich in den letzten Tagen nicht mehr viel getan. Ich habe meine ersten Arbeitstage wieder hinter mir. Gegen Abend habe ich richtig gemerkt, wie die Sehstärke abbaute. Das hat sicher damit zu tun, dass ich dort so gut wie den gesamten Arbeitstag auf den PC Monitor gestarrt habe. Nach etwas Schlaf wurde die Sicht aber immer wieder besser.

 

17 Tage nach der OP:

Heute war ich mal wieder beim Augenarzt. Ich sollte dort nochmals auflaufen, da ich meine Hornhautverletzungen weiter beobachten sollte. Dr. Fangmann untersuchte kurz meine Hornhäute und meinte, dass alles bislang prima verheilt ist. Bezüglich der beiden Hornhautverletzungen könne man nur noch ganz leicht etwas erkennen. Das ganze dürfte ohne Narbenbildung verheilen.

Gott sei Dank !!!!

Noch am selben Tag bin ich auch zur Optithek (www.optithek.de) nach Essen gefahren. Schließlich war man dort auch an meinem weiteren Werdegang interessiert (Ich sag's ja... das ist Kundenfreundlichkeit). Frau Langen schaute auch nochmals auf meine Hornhaut. Auch hier das gleiche Ergebnis: Narbenfreie Abheilung, keine Trübung der Hornhaut. Das hört man immer gerne.

Meine Augenwerte wurden nun mit dem Autorefraktometer gemessen:

Rechts: +1,0 Cyl: -1,5, Achse 50

Links: +1,0, Cyl: -1,0 Achse 164

Also auf beiden Augen leichte + Werte und vor allem links noch eine Hornhautverkrümmung.

Ein subjektiver Sehtest ergab mit dem rechten Auge 90 % und mit dem linken Auge 60 %. Zusammen kam ich aber erstmalig auf 100 %.

Wird sich das noch in den nächsten Wochen regulieren oder muss ich mir jetzt schon mal Gedanken an eine Re-Lasek machen?????

Wir werden es sehen !!!!

Es gibt nur eins:

Geduld haben !!!

 

4 Wochen nach der OP (28.03.2004):

Heute war ich im CentrO. in der dortigen Klinik von Euro Eyes. Dort hab ich einfach mal einen Termin gemacht, weil ich jetzt auch einen Laserchirurgen auf meine Augen sehen lassen möchte.

Übrigens hat sich Sabine eine Woche vorher dort auch nachuntersuchen lassen. Hier kam der Arzt auf einmal mit 180 € für die Nachuntersuchung an. Außerdem soll er sehr "pissig" und "patzig" gewesen sein. So ist es anscheinend. Läßt man sich nicht hier lasern, wird man auch noch schlecht behandelt, obwohl man für 20 Minuten Untersuchung 180 € zahlen soll. Armes Deutschland mit seiner Kundenfreundlichkeit (Ausnahmen bestätigen die Regel). Auch hier kann ich beispielhaft nur auf Eyestar verweisen. Dort zahlt man wenig Geld und bekommt einen Topfreundlichen und kompetenten Service geboten.

Zurück zu meiner Nachuntersuchung:

Spaßig. Ich wurde erst einmal damit begrüßt, ob ich den Bericht auf BR3 Tags zuvor gesehen habe (dies war ein auslandsfeindlicher Bericht, der, wie sich ein paar Tage später herausstellte, gefaked war). Sofort wurde ich auf alle Möglichkeiten der Schlamperei im Ausland hingewiesen.

Dann wurde mir mitgeteilt, dass die Untersuchung zwischen 70 und 130 € kosten würde - komischerweise habe ich mir den Preis der Untersuchung am Vortag per Telefon und Lautsprecher (unter Zeugen) bestätigen lassen. Da wurde mir gesagt, dass der Preis max. bei 70 € liege. Auf der mir später zugeschickten Rechnung waren plötzlich 89,33 € aufgeführt. Egal, hab ich in Istanbul so viel gespart, dass es auch die 20 € hier nicht wirklich ankommt.

Untersucht wurden meine Augenwerte subjektiv und dann objektiv mit dem Autorefraktometer. Ein Orbscan meiner Hornhäute wurde durchgeführt und mein Augendruck gemessen.

Im Anschluss wurde mir mitgeteilt, dass meine Heilung sehr gut verlaufen sei. Alles sei OK. Meine Augenwerte lägen bei 100 % mit beiden Augen zusammen. Eine Nachkorrektur sei nicht notwendig.

Mit leicht ironischem Unterton wurde mir gesagt: "Bei ihnen ist alles sehr schön verheilt, da haben sie richtig Glück gehabt". Den Seitenhieb in Richtung AuslandsOP konnte sich der "Gott in Weiß" wohl nicht verkneifen.

Egal... alles in allem war er sehr freundlich und kompetent. Meine genauen Werte mit dem Refraktometer:

RA: +0,25 sph, -0,25 cyl, Achse 170°

LA: -0,5 sph, -0,5 cyl, Achse 160°

Subjektiv wurde mit dem rechten Auge 100 %, mit dem linken Auge 80 % und beidseitig 100 % erreicht.

Mein Augendruck war leicht erhöht, was allerdings an den Cortisonstropfen liegt. Mir wurde geraten, die Tropfen noch den 2. Monat über zu tropfen (das war übrigens das, was mir auch in Istanbul gesagt wurde). Lustigerweise notierte sich der untersuchende Arzt den genauen Namen der Tropfen, "weil er immer an anderer Medikation interessiert sei." Sind die Medikamente im Ausland vielleicht doch nicht so schlecht, wie sie von deutschen Ärzten immer gemacht werden?

Meine neuen Untersuchungsergebnisse schickte ich nun per Email nach Istanbul und fragte gleichzeitig nach, ob ich mir wegen des linken Auges schon mal Gedanken an eine Re-Lasek machen müsste. Mir wurde dann mitgeteilt, dass man wirklich gesicherte Angaben erst nach 6 Monaten machen könne, da erst dann der Heilungsprozess abgeschlossen sei.

Zwischenzeitlich sind meine Cortisonstropfen aufgebraucht. Seit ca. einer Woche benötige ich auch nur noch ganz selten künstliche Tränentropfen. Alles hat sich nun irgendwie normalisiert.

 

4 Monate nach der OP (28.03.2004):

Also meine OP ist nun knapp über vier Monate her. Nach 3 Monaten war ich erneut beim Augenarzt. Alles richtig gut verheilt. Auf dem rechten Auge ist bereits nicht mehr zu erkennen, dass überhaupt eine OP stattgefunden hat. Auf dem linken Auge ist es ebenfals nur noch zu erahnen.

Die 100 % ist überschritten. Die genauen Werte werde ich die Tage noch nachreichen.

Aber noch immer bin ich sehr zufrieden und hab weiterhin das Gefühl, dass die Sehleistung immer noch etwas besser wird. Man sagt ja auch, dass nach einer Lasek bis zu 6 Monaten der Heilungsprozess fortschreitet.

Aber auch alle anderen, die mit mir gelasert worden sind, haben eben nur positive Erfahrungen mitgebracht.

 

Mein bisheriges Fazit:

Ich bereute die Entscheidung, mich in der Türkei operieren lassen zu haben auf keinen Fall. Die Klinik dort war einwandfrei. Alles lief reibungslos und ich komme bislang locker ohne Sehhilfe durchs Leben. Die 100 % auf beiden Augen habe ich erreicht.

Einen Tipp aber auf jeden Fall:

Wer sich nach LASEK-Methode operieren lässt, sollte dann ein paar Tage länger in Istanbul bleiben, um sich dort auch in den ersten Tagen nachbehandeln zu lassen. Man fühlt sich hier in Deutschland plötzlich hilflos, wenn es Komplikationen gibt.

Alles in allem habe ich mich aber, als der Notfall eintrat, auch in der Mülheimer Augenklinik hervorragend aufgehoben gefühlt. Im Gegenteil, man war interessiert an der OP in Istanbul. Und man lobte die dort durchgeführte Arbeit.

Eine Laser OP würde ich immer wieder machen lassen. Mein Vertrauen in Eye-Star wurde nicht enttäuscht. Sollte tatsächlich mal eine Nachkorrektur notwendig werden, ich würde es auch wieder dort machen lassen, da ich von der Qualität und dem Engagement der Mitarbeiter dort total überzeugt bin.

Ich stehe auch noch in Kontakt mit Sabine, Artur und Fabian. Alle sind absolut zufrieden mit ihren Ergebnissen und berichten ebenfalls nur positiv.

 

Vorläufiger Abschluss:

Mein Bericht über die OP ist nun wirklich sehr ausführlich geworden. Das war aber meine Absicht. Ich möchte die Leser dieses Berichtes einfach mal in die Situation versetzen, die ich erlebt habe.

Dieser Bericht soll anderen Leuten helfen, die sich ebenfalls mit dem Gedanken befassen, sich in Istanbul operieren zu lassen. Ich wollte auch mal das ganze drum herum beschreiben. Ich selbst habe mich nämlich anfangs doch sehr hilflos gefühlt.

Ich kann die anderen Kliniken in Deutschland und in der Türkei nicht beurteilen, daher werde ich hierzu auch kein Statement abgeben. Ich beurteile nur Eye-Star und kann diese Klinik mit reinem Gewissen weiter empfehlen. Wer also Interesse hat sollte mal schauen unter:

http://www.lasikinistanbul.com/deu/

Auf dieser Seite hier werde ich auch in Zukunft weiter berichten, wie sich mein Heilungsprozess fortsetzt und wie alles weiter verläuft. Auch wenn ich mich mal nachlasern lassen muss, werdet ihr es auf dieser Seite erfahren.

Was auch geschieht, ihr werdet es hier erfahren. Positives wie negatives.

Beachtet auch meine Fotos. Die sollen das, was ich erlebt habe, alles auch mal in Bild und Farbe darstellen.

Abschließend nochmals einen riesen Dank an Savas. Solltest du diesen Bericht mal lesen: Du hast uns rundum hervorragend betreut. Du warst immer da, wenn Fragen waren und hast mit deiner guten Laune und Witzigkeit auch einen großen Teil der Angst vor dem Eingriff genommen. Auch deine guten Ratschläge haben stets geholfen. Man konnte sich auf dich verlassen. Manch deutscher Reiseveranstalter kann sich eine Scheibe von dir und deinem Team abschneiden.

Auch nochmals einen besonderen Dank an Frau Dr. Celikkol. Eine junge, beeindruckende Persönlichkeit, die aber völlig normal geblieben ist und durch Ruhe und Kompetenz besticht.



Oberhausen, 04. August 2004


Nachtrag:
Inzwischen ist die OP über 11 Jahre her. Ich bin inzwischen 45 Jahre und benötige noch immer keine Brille (auch nicht wegen Altersweitsichtigkeit). Trockene Augen gibt es nicht. Alles ist bislang einwandfrei. Auch nach 11 Jahren kann ich reinen Gewissens sagen: das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich hab vor einem Jahr einen großen Augencheck durchführen lassen. Der Arzt meinte, dass man es nicht sehen würde, wenn man es nicht wüsste, so sauber sei die OP gemacht worden. Außerdem sei der Augenhintergrund mit dem eines Mitte 20 Jahre alten Mannes zu vergleichen. Ging runter wie Öl.  ;-)



Oberhausen, 18. Oktober 2015


 

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